Bei seinen Todesschüssen auf der Insel Utøya ging der Täter offenbar extrem kaltblütig und systematisch vor. Laut Augenzeugen tötete der Mann am Boden liegende Personen mit gezielten Schüssen. Inzwischen fahndet die Polizei nach einem möglichen zweiten Täter. Eine Person wurde festgenommen.
Es sind dramatische Szenen, die die Überlebenden des Attentats auf das Ferienlager auf der norwegischen Insel Utøya schildern – und sie dokumentieren die Kaltblütigkeit, mit der der mutmaßliche Täter vorgegangen sein soll. Zeugen der Schießerei berichten der Nachrichtenagentur AP, der Mann habe am Boden liegende Personen mit gezielten Schüssen getötet.
„Manche Leute haben so getan, als wären sie tot“, schildert ein 21-Jähriger. Dazu hätten sie sich zwischen die anderen leblosen Körper gelegt. Doch dann sei der Täter gekommen und habe ihnen in den Kopf geschossen. Dabei soll er ein Gewehr verwendet haben. „Ich habe viele Freunde verloren“, so der junge Mann. Von den Behörden ist diese Darstellungen noch nicht bestätigt.
Bei dem Angriff auf das Zeltlager der Jugendorganisation der sozialdemokratischen Arbeiterpartei AUF starben am späten Freitagnachmittag mindestens 85 Menschen, sieben weitere Personen kamen bei einem Bombenanschlag in der Hauptstadt Oslo ums Leben.
Ein weiterer Augenzeuge schilderte dem US-Sender CNN seinen Überlebenskampf während der dramatischen Minuten auf der kleinen Insel rund 40 Kilometer westlich von Oslo.

